Global Money Week - Das 1x1 der Finanzplanung

Finanzplanung
Vom ersten Gehalt bis zum Erreichen finanzieller Unabhängigkeit ist ein weiter Weg. Je mehr Geld man zur Verfügung hat, desto mehr finanzielle Pflichten kommen auf einen zu. Das monatliche Einkommen ist oft schon auf halber Strecke knapp. Miete, Strom und Internet muss bezahlt werden. Konsumausgaben in der Freizeit und die jährliche Urlaubsreise in den Süden knabbern am monatlichen Budget. Am Ende bleibt wieder nichts in der Geldbörse zum Sparen! Mit dem 1×1 der Finanzplanung kannst du deine inneren Geldblockaden lösen und deine Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen.

Seitenübersicht

Warum ist Finanzplanung so wichtig?

Eine gute Finanzplanung ist wichtig, um deine eigenen Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten.

Fehlende Strukturen bei den privaten Finanzen erzeugen Chaos und Unübersichtlichkeit und führen irgendwann zu einer Schieflage in deiner Lebensplanung. Dadurch ist das Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit im Rentenalter gefährdet.

Auf die gesetzliche Rente kannst du für deine Absicherung im Rentenalter nicht bauen, denn dieses vom Staat zugesicherte Einkommen wird dir bei weiter steigenden Lebenshaltungskosten, steigenden Energiepreisen und hoher Inflation nicht ausreichen.

Die Lösung dafür ist langfristiger Vermögensaufbau und private Altersvorsorge. Aber was bedeutet das im Klartext?

Einfach erklärt bedeutet private Altersvorsorge eine regelmäßige Summe X jeden Monat anzusparen und diesen Geldbetrag in vermögensbildende Maßnahmen zu investieren. Das gelingt, nur wenn am Monatsende etwas zum Sparen übrig bleibt und das setzt voraus, dass die Einnahmen höher sind als die Ausgaben. Um deine finanziellen Ziele zu erreichen, brauchst du einen gut strukturierten Haushaltsplan, der die Grundlage für deine weitere Finanzplanung ist.

Eine 360°-Finanzplanung umfasst allerdings nicht nur die Aufstellung eines monatlichen Budgets und die Erfassung der finanziellen IST-Situation. Weitere wichtige Bestandteile neben Sparen und private Altersvorsorge auch Versicherungen und langfristiger Vermögensaufbau mit Geldanlage in Aktien oder Investmentfonds.

Jeder Bestandteil der Planung wird auf deine persönliche finanzielle Ausgangslage und deine individuellen kurz-, mittel- und langfristigen Ziele und Wünsche ausgerichtet.

Daraus abgeleitet ergeben sich unterschiedliche Möglichkeiten und Maßnahmen, um dich bereits jetzt für deine Zukunft abzusichern.

Mit dem 1×1 der Finanzplanung führe ich dich Schritt für Schritt durch die einzelnen Lektionen und mache dich fit für den Umgang mit deinen täglichen Finanzen.

Setze dir finanzielle Ziele

Bei der Finanzplanung für private Haushalte dreht sich alles um Träume, Visionen, Ziele und den Wunsch nach finanzieller Sicherheit. Aber jeder Finanzplan ist nichts ohne konkrete Ziele, die mit der Planung erreicht werden sollen.

Die Vielfältigkeit der Ziele ist dabei grenzenlos und kann z.B. der Kauf eines Autos sein, eine Weltreise oder die Gründung eines eigenen Unternehmens.

Um deine Ziele so konkret wie möglich zu definieren kann dir die sogenannte SMART Methode eine große Hilfe sein.

SMART steht für SPEZIFISCHMESSBARATTRAKTIVREALISTISCH und TERMINIERT

Bis dahin klingt das im ersten Moment sehr abstrakt. Die Begriffe sind leere Hüllen, die wir jetzt mit Leben – also deinen persönlichen Zielvorstellungen – füllen werden.

SMART Ziele

Spezifisch

Nehmen wir z.B. folgendes Ziel: “Wenn ich älter bin, möchte ich reich sein.”

Was aber bedeutet “reich” für dich? Das kann eine Million Euro auf dem Konto bedeuten oder mehr oder auch weniger. Jeder hat unter dem Begriff “reich” unterschiedliche Vorstellungen von Reichtum und Wohlstand. Zudem legst du dir mit diesem Ziel keinen Planungshorizont fest.

Was bedeutet “wenn ich älter bin”? Das kann mit 65 Jahren bei Renteneintritt sein, oder auch bereits früher. Das Ziel ist also nicht spezifisch genug und ist für deine Finanzplanung nicht nützlich.

Überlege dir also, wie konkret und spezifisch dein Ziel aussehen soll. Besser wäre dann z.B. das Ziel “In 30 Jahren möchte ich mir eine Eigentumswohnung im Wert von 1 Mio. Euro kaufen.”

Somit legst du im Detail fest, dass du dir eine Immobilie anschaffen möchtest und welchen Wert diese Immobilie haben soll.

Messbar

Ergänze deine Ziele unbedingt mit Werten, die in deiner Planung und Zielerreichung auch messbar sind. Ein gutes Beispiel ist die jährliche Gehaltsverhandlung, die du stets mit einer konkreten Zielvorstellung führen solltest. Ein spezifisches und messbares Ziel wäre z.B. eine Gehaltssteigerung von 10% zu deinem Vorjahresgehalt (das kannst du auch als monetären Wert in Form eines Bruttojahresgehaltes festlegen).

Mit einem konkreten Wunschgehalt bist du außerdem überzeugender in deinem Gehaltsgespräch und kannst auf Basis der Zielvorgabe selbstbewusster verhandeln.

Ein weiteres Ziel, das sich dann aus einem positiven Gehaltsgespräch mit einer hoffentlich zufriedenstellenden Gehaltssteigerung ergeben kann, ist die Erhöhung deiner monatlichen oder jährlichen Sparquote. Du wirst in diesem Zusammenhang und in Verbindung mit einem Sparplan auch den Begriff “dynamisierende Sparrate hören”. Dein Ziel wäre dann also z.B. eine jährliche dynamisierende Erhöhung deiner Sparrate um3%.

Attraktiv

Deine Motivation für die Erreichung deiner Ziele ist um so höher, je attraktiver das Ziel ist. 

Viele setzten sich als Ziel durch eine gute finanzielle Absicherung mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen zu können oder auch mehr Zeit für Hobbies zu haben – ohne sich Gedanken um finanzielle Sorgen machen zu müssen.

Diese Zielvorstellung alleine wäre aber weder spezifisch noch messbar. Konkretisieren wir diese positiven und erfreulichen Ziele, indem wir sagen “Ich möchte gerne mit meiner Familie einmal im Jahr einen Freizeitpark besuchen” oder “ich möchte mir gerne ein Abonnement für ein Fitnessstudio im Wert x leisten können”.

Das Beispiel mit der Immobilie ist ebenso attraktiv und motivierend zugleich. Ein großes Ziel, das mit viel Disziplin und einer guten Finanzplanung erreicht werden kann.

Realistisch

Setze dir deine Ziele so, dass sie auch realistisch und erreichbar sind.  Mit einem monatlichen Überschuss deines Budgets von 200 Euro ist es nicht realistisch zu sagen, dass du monatlich 1.000 Euro sparen möchtest. Passe deine monatliche Sparrate also an deine IST-Situation an, um dein Ziel auch greifbar zu machen. Dennoch kannst du dir als mittelfristiges Ziel eine Erhöhung deiner Sparrate zu setzen. 

Sei dabei auch ehrlich zu dir selbst und stecke deine Ziele ruhig etwas höher. An dein Ziel kommst du mit einem guten Plan immer, auch wenn es nur in kleinen Schritten ist. Wichtig ist, dass du motiviert und diszipliniert bleibst!

Terminiert

Ein Finanzplan beinhaltet auch immer einen Zeitplan. Man unterscheidest  zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Zielen. Visuell kannst du dir das wie einen Zeitstrahl vorstellen, auf dem du kurzfristige Ziele bis zu 3 Jahren, mittelfristige Ziele zwischen 3 und 10 Jahren und langfristig ab 10 Jahren abbildest. Somit setzt du dir auch Deadlines und kannst deine erreichten Meilensteine gedanklich auf dem Zeitstrahl festhalten.

Finanzplan, Zeithorizont

Erstelle einen Haushaltsplan

Einen Haushaltsplan zu erstellen klingt nach mehr Arbeit als es tatsächlich ist. Lege dir eine einfache Excelliste an und führe und aktualisiere die Liste routiniert in einem bestimmten zeitlichen Rhythmus (1x monatlich mindestens). Es gibt für diesen Zweck auch zahlreiche Tools und Apps. Magst du es also lieber spielerisch, digital und ortsungebunden, dann informiere dich über die App-Stores von Android oder iOs, welche Produkte auf dem Markt angeboten werden. Viele Apps haben inzwischen integrierte Anbindungen an verschiedene Banken, wodurch du deine Banktransaktionen automatisiert in deine App geladen werden können. Besonders hilfreich ist die Möglichkeit, verschiedene Kategorien für Einnahmen und Ausgaben anzulegen. Dadurch hast du die Kontrolle über deine Finanzen und kannst weitere Sparpotentiale finden. Zudem kannst du dein Konsumverhalten besser einschätzen und dir zur Not selbst auf die Finger klopfen, falls du über die Stränge geschlagen hast. Die Kunst zu Sparen ist ein Lernprozess! Die wichtigsten Kategorien für Einnahmen und Ausgaben findest du hier aufgelistet:

Einnahmen

Ausgaben

fixe Kosten

variable Kosten

Budget richtig berechnen

Monatlicher Überschuss

Sobald dein Haushaltsplan fertiggestellt ist, kannst du ihn regelmäßig prüfen und aktualisieren. Wie hier im Beispiel zu sehen ist, wird am Ende des Monats ein Überschuss von 585 Euro übrig bleiben und somit zum Sparen zur Verfügung stehen. 

Je nachdem wie hoch deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben ausfallen hast du ein entsprechend gutes Polster auf deinem Konto. Im nächsten Schritt entwickelst du deine Strategie für deine Sparziele und deinen privaten Vermögensaufbau.

Einen Spielraum um mehr Sparpotential zu erreichen hast du immer bei den variablen Kosten wie z.B. deinen Abos oder bei dem Lebensmittelkauf. Kaufe also clever und kostenbewusst ein und überlege dir grundsätzlich, was du brauchst. 

Sparen mit der 50-30-20-Regel

Wie wichtig das Thema Sparen ist, ist bei vielen noch nicht angekommen.

Laut aktuellen Studien zufolge spart gerade mal nur knapp die Hälfte aller Deutschen. Das ist deutlich zu wenig und lässt vermuten, dass ein großer Teil der Bevölkerung keine Absicherung für unvorhergesehene Zwischenfälle hat. 

Plötzlich anfallende Reparaturen am Auto oder notwendige Renovierungen im Haus können durch eine Rücklage nicht gestemmt werden. Dann wird ganz schnell auf den Dispo zurückgegriffen und die Schuldenfalle schnappt zu. 

Auch langfristig gesehen, ist Sparen sinnvoll und wichtig, gerade wenn es um die private Altersvorsorge, aber auch um eine plötzlich eintretende Krankheit und Arbeitsunfähigkeit geht.

Sparen

Was ist also zu tun, um dich vor diesen finanziellen Rückschlägen und Risiken zu bewahren?

Schulden vermeiden und abbauen

Die Grundregel Nr. 1 beim Sparen ist immer vor allen anderen Maßnahmen die bestehenden Schulden abzubauen. Auch wenn bei vielen der Spargedanke erst in finanziellen Engpässen aufkommt, ist es in dieser Phase nicht ratsam Geld anzusparen, denn das wäre “verschuldetes Sparen”. Das ist also nicht der richtige Weg, um seine Sparziele zu erreichen.

Hast du bereits deinen Dispo für den Kauf eines neuen Fernsehers oder neuer Möbel überzogen, so solltest du versuchen diese Verbindlichkeiten zunächst aufzulösen. Konzentriere dich auf den Abbau deiner Schulden und vermeide weitere Käufe “auf Pump”, denn die Überziehungszinsen bei Girokonten lagen Ende 2022 in Deutschland bei einem Spitzenwert von ca. 8,4% (Quelle: Statista), wodurch bereits bei einer kurzfristigen Überziehung ein hoher Geldbetrag für die Tilgung zustande kommt.

Konsumausgaben im Blick behalten

Die Grundregel Nr. 2 lautet “Mehr Sparen durch weniger Konsum”.

Schulden bzw. Verbindlichkeiten entstehen z.B. durch “Kaufen auf Pump” mit einem Kredit oder durch Ratenzahlungen. Die Ratenzahlung ist für viele ein Mittel, Konsumgüter anzuschaffen, die man sich mit dem aktuellen Einkommen nicht leisten kann. Zudem sind Angebote für Cashback oder Rabatt-Aktionen verlockend und verleiten schnell zu unnötigen Anschaffungen.

Paymentanbieter wie Klarna oder Paypal unterstützen den Konsumgedanken der Deutschen und führen dadurch leider in vielen Fällen zu einer hoffnungslosen privaten Überschuldung. Es muss nicht immer das neueste Smartphone oder die angesagteste Handtasche sein. Es gibt auch günstige Reiseziele ohne 4-Sterne-Hotel. 

Das heißt nicht, dass du auf alles verzichten sollst. Erlaubt sind kleine Belohnungen, die dir Freue bereiten und für dich Ausdruck der Wertschätzung sind. Denn immerhin geht es um dein hart verdientes Geld.

Kaufe und konsumiere bewusst und lasse dich nicht von Discountpreisen verlocken. Du sparst nicht, um mehr zu konsumieren, sondern um dich mit langfristigem Vermögensaufbau finanziell abzusichern.

Die eiserne Reserve

Deine eiserne Reserve solltest du wie einen Airbag für deinen Vermögensaufbau und eine Altersvorsorge betrachten. 

Die Grundegel Nr. 3 lautet “legen einen Notgroschen in Höhe von mindestens 3-6 Nettomonatsgehältern auf die Seite”. 

Wenn du das mit einem geringen Einkommen jetzt noch nicht leisten kannst, dann setzte das auf die Liste deiner kurzfristigen Ziele. Wichtig ist, dass du dir darüber bewusst bist, dass du eine Reserve für schlechte Zeiten brauchst und spare was für dich monatlich möglich ist. 

Es versteht sich von selbst, dass dieses Geldpolster wirklich nur in absoluten Notfallsituationen angefasst werden darf. 

Sparquote

Kommen wir zur Grundregel Nr. 4 mit der “50-30-20 Formel”. 

Mit dieser magischen Formel kannst du deine Einkommen clever aufteilen und dadurch deine optimale Sparquote berechnen.

50% für lebensnotwendige Dinge

Den größten Anteil deines Einkommens gibst du für deinen Lebensunterhalt wie z.B. Miete, Strom, Lebensmittel, Versicherungen und Handykosten aus.

30% für persönliche Bedürfnisse

Mit einem Anteil von 30% deines Einkommens kannst du deine Freizeit gestalten und dein Geld für Spaß und Unterhaltung wie z.B. für Kinobesuche, Hobbies oder Shopping ausgeben.

20% zum Sparen

Dieser Anteil ist zum Sparen reserviert. Bilde damit deinen Notgroschen, tilge Schulden und lege einen Teil davon in deiner Altersvorsorge an.

Die 50-30-20 Regel dient als gutes Grundgerüst für deine Finanzplanung. Wobei sich die Regel auch auf deine individuelle Lebenssituation anpassen lässt. 

Für Geringverdiener oder Berufseinsteiger ist eine Sparquote von 20% nicht ohne weiteres umsetzbar. In Deutschland lag in 2022 die durchschnittliche Sparquote der Deutschen bei 11,1% (Quelle: Statistisches Bundesamt). Vor allem durch die stark gestiegenen Preise für Energie und Lebensmittel konnten viele Ihre Sparziele nicht mehr einhalten und mussten die Sparquote reduzieren. Im Vergleich dazu lag die Sparquote in 2021 bei durchschnittlich 15%. 

Wichtig ist, dass du deine Sparziele konsequent verfolgst und regelmäßig sparst!

3-Konten-Modell

Kommen wir zur Grundregel Nr. 5: “Nutze mehrere Konten, um deine Finanzen zu organisieren.”

Du fragst dich jetzt, wozu du mehr als ein einfaches Girokonto benötigst? Ganz einfach! Nur so bringst du die nötige Struktur in deine Finanzen und erleichterst dir dadurch den Weg, deine Sparziele zu erreichen. 

Deine Budgetierung durch eine sinnvolle Kontenstruktur abzuwickeln, hilft dir einen besseren Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben zu haben. Du weißt dadurch, wie viel Geld du monatlich zur Verfügung hast und vor allem welchen Betrag du nach Abzug aller lebensnotwendigen Kosten noch ausgeben darfst.

Die Einteilung der Konten erfolgt in ein Hauptkonto, ein Sparkonto und ein weiteres Konto für Spaß und Freizeit. 

Das Hauptkonto ist dein reguläres Girokonto. Das wirst du nur für regelmäßige Einnahmen, also für dein monatliches Gehalt und für Ausgaben bzw. Zahlungen für deine Fixkosten nutzen. Zu den wichtigsten Kosten, die regelmäßig von deinem Hauptkonto abgebucht werden, zählen Miete, Strom, Versicherungen, Handy und Internet.

Auf dein Sparkonto überweist du über einen Dauerauftrag einen monatlichen fixen Betrag vom Girokonto. Nach der 50-30-20 Regel legst du hier also 20% deines Nettoeinkommens an. Das Geld ist dort für deinen Notgroschen, für das Sparen und für den Vermögensaufbau reserviert. Als Sparkonto eignet sich ein Tagesgeldkonto, mit dem du flexibel jederzeit auf dein Geld zugreifen kannst. 

Möchtest du deinen Notgroschen und dein Sparbudget von deinem Vermögensaufbau trennen, kannst du alternativ auch ein weiteres Konto in Form eines Wertpapierdepots anlegen. Dadurch kannst du eine monatlich festgelegte Summe direkt und automatisiert über einen Dauerauftrag in deine private Altersvorsorge fließen lassen. Dafür eignet sich z.B. ein Aktien- oder ETF-Sparplan sehr gut.

Dein geplantes Geld für Urlaub und Hobbys legst du auf ein getrenntes Freizeitkonto. Wie bei den anderen Konten überweist du auch hier direkt zu Beginn des Monats dein für Freizeitaktivitäten geplantes Budget. 

Tipp: Viele Banken bieten inzwischen die Möglichkeit an, eine bestimmte Anzahl von Unterkonten anzulegen. Mit dieser Variante kannst du dir das 3-Konten-Modell bei nur einer Bank einrichten. Mache dich im Internet schlau, um passende Anbieter mit dieser Unterkontenfunktion zu finden.

Beispiel für ein 3-Kontenmodell mit der 50-30-20 Regel

Diese Versicherungen sind wichtig

Eine Versicherung dient dazu existenzielle Risiken abzudecken, denn es ist nie auszuschließen, dass durch eine Krankheit oder ein plötzlicher Unfall die bis dahin der als so sicher geltende finanzielle Hafen ordentlichen Gegenwind bekommt. 

Einschnitte im Arbeitsleben, geringeres oder ausbleibendes Einkommen und hohe Arztkosten können im Ernstfall die Ersparnisse in Windeseile auffressen.

Man unterscheidet zwischen Pflichtversicherungen, die vom Staat vorgegeben werden und freiwillige Versicherungen, die jeder im eigenen Ermessen abschließen kann. Gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen sind die Krankenversicherung, die Sozialversicherung und die Kfz-Haftpflichtversicherung.

Es gibt zahlreiche Versicherungsprodukte, die von Experten empfohlen werden, jedoch müssen nicht alle unbedingt sinnvoll sein. 

Um Klarheit zu schaffen und einen Überblick zu bekommen, konzentrieren wir uns auf die Versicherungen, die du auch wirklich im Alltag benötigst:

Versicherung

Krankenversicherung

Die Krankenversicherung ist eine der Pflichtversicherungen in Deutschland, in die jeder Einwohner mit Wohnsitz in Deutschland einzahlen muss. Die Beiträge werden monatlich automatisch von deinem Bruttogehalt abgezogen und in die Krankenversicherung eingezahlt. 

Neben der obligatorischen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gibt es noch die private Krankenversicherung (PKV), die freiwillig ist und sich je nach persönlicher Situation und Einkommenshöhe auch empfehlenswert ist. 

Im Gegensatz zu einem festen Prozentsatz bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Höhe des Beitrags bei einer privaten Krankenversicherung individuell und abhängig davon, welches Paket mit welchen Leistungen und Tarifen man auswählt.

Beide Versicherungen sorgen dafür, dass die medizinische Grundversorgung im Krankheitsfall finanziell abgesichert ist.

KFZ-Haftplichtversicherung

Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist für alle die Nr. 2 der Pflichtversicherungen in Deutschland. Jeder Fahrzeughalter muss dies Versicherung abschließen. 

Jeder Fahrzeughalter ist in Deutschland verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Das ist Grundvoraussetzung für die Anmeldung eines Kraftfahrzeuges und bezieht sich nicht nur auf einen PKW, sondern auch auf Motorräder.

Die Versicherung benötigst du, falls durch einen Unfall im Straßenverkehr mit deinem Fahrzeug ein Personen- oder Sachschaden entsteht. Die Versicherung kommt dann für den Schaden auf. Je nachdem, ob eine sogenannte Teil- oder Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird, ist der Versicherungsumfang unterschiedlich hoch. Für eine Teilkaskoversicherung sind z.B. nur Schäden gegen Diebstahl, Hagel- bzw. Blitzeinschlag und Glasschäden versichert. Eine Vollkasko deckt in der Regel alle Versicherungsschäden ab.

Privathaftpflichtversicherung

Hast du einen Schaden verursacht, aus der ein Schadensersatzanspruch durch einen Dritten entsteht, dann kommt die Privathaftpflichtversicherungen ins Spiel. 

Die Haftpflicht bezieht sich nicht nur auf Sachschäden, sondern auch auf Personen- und Vermögensschäden. Zudem ist es unerheblich, ob der Schaden absichtlich oder unabsichtlich entstanden ist. 

Je nach Schaden, Unfall und gesundheitlichen Spätfolgen kann die Versicherungssumme schnell in die Höhe gehen und im schlimmsten Fall zu hohen finanziellen Verlusten führen.

Das lässt sich durch den Versicherungsschutz mit einer Haftlichtversicherung vermeiden und es führt kein Weg vorbei dieser Versicherung abzuschließen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Diese Versicherung benötigst du dann, wenn du durch Krankheit, durch einen Unfall oder auf Grund psychischer Problem nicht mehr arbeiten kannst – also berufsunfähig bist. 

Gerade bei einem klassischen Bürojob kann man von der Berufsunfähigkeit betroffen sein. Ein Bandscheibenvorfall oder Burn-Out sind nicht selten Gründe für das Ende der Erwerbsfähigkeit.

Solltest du in dieser unglücklichen Lage sein und dadurch deinen für den Beruf wichtigen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen können dann wird dir durch den Versicherungsschutz eine vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente ausgezahlt. Dein Einkommen für deinen Lebensunterhalt ist somit weiter gesichert

Es ist nicht Voraussetzung, dass du zu 100% berufsunfähig bist. Es genügt z.B. eine Einschränkung von 50% deiner Leistungsfähigkeit über eine Zeitraum von 6 Monaten.

Ein Bauplan für deine Altersvorsorge

Befasst du dich bereits mit deiner Altersvorsorge und machst dir Gedanken wie du im Rentenalter deinen Lebensstandard finanziell halten kannst?

Das Thema Altersvorsorge scheint im ersten Moment komplex und unübersichtlich zu sein. Es gibt staatglich geförderte Möglichkeiten zur Vorsorge aber auch die nicht-geförderte private Altersvorsorge. Finanzexperten empfehlen klassische Lebensversicherungen, Fondsparpläne aber auch Vorsorgeformen der Betriebsrente, Aktienfonds und Immobilien.

Altersvorsorge

Was versteht man unter Altersvorsorge?

Die Altersvorsorge umfasst alle Maßnahmen, die du zur Sicherung deiner finanziellen Mittel benötigst. Das monatliche Einkommen, welches dir bei Eintritt in die Rente zur Verfügung steht soll deine monatlichen Ausgaben für sämtliche Lebenshaltungskosten decken. Dazu gehört die Miete, Strom, Internet und Lebensmittel sowie andere laufen Kosten.

Die Gretchenfrage ist also: Wird dir deine Rente genügen, um deinen Lebensstandard zu halten und um dir im hohen Alter alle Bedürfnisse und Wünsche erfüllen zu können?

Es gibt ein Vielzahl von Möglichkeiten, deine Altersvorsorge frühzeitig in die Hand zu nehmen. Welche Vorsorgeformen es gibt und wie die einzelnen Kategorien der Vorsorge einzuordnen sind machen die von Fachleuten bezeichneten 3 Säulen der Altersvorsorge überschaubar und gut verständlich.

Die 3 Säulen der Altersvorsorge

In Deutschland basiert das System der Altersvorsorge auf 3 Säulen und umfasst die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge und die private Vorsorge.

Eingeführt wurde das System 2001, als erkannt wurde, dass es in Zukunft immer mehr Rentner, aber auch immer weniger Beitragszahler geben wird. Durch das Verteilungsproblem wird es also weniger Rente zur Grundsicherung geben wodurch eine Rentenlücke im System der Altersvorsorge entsteht.Man spricht auch von einer Senkung des sogenannten Rentenniveaus.

Das 3-Säulen-System sollte dafür sorgen, dass sich jeder zusätzlich zur gesetzlichen Rente auch ein privates Standbein zur Vorsorge aufbaut.

Als Teil deiner Finanzplanung steht deine Altersvorsorge auf diesen 3 Säulen und je besser deine Vorsorge geplant ist und dem 3-Säulensystem entspricht, desto robuster ist deine Absicherung fürs Alter. Die Stabilität ergibt sich aus einer gut ausbalancierten Zusammenstellung der 3 Komponenten gesetzlich, betrieblich und privat, wobei die gesetzliche Rente das Fundament der Altersvorsorge bildet.

Da es eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Absicherung gibt, verschaffen wir uns einen Überblick über die wichtigsten Vorsorgeformen.

Die 1. Säule: Basisvorsorge

Als Basisvorsorge dient die gesetzliche Rentenversicherung. Jeder deutsche Arbeitnehmer ist gesetzlich pflichtversichert, zahlt übe den Arbeitgeber automatisch einen monatlichen Beitrag in die deutsche Rentenversicherung ein und erhält dadurch einen bestimmten monatlichen Betrag für die Rente ausbezahlt.

Über die Höhe des aktuellen Rentenanspruchs wird man ab dem 27. Lebensjahr und bei mindestens 5-jähriger Pflichtversicherung regelmäßig über den Rentenbescheid informiert. Die voraussichtliche Rentenhöhe wird bereits zu diesem Zeitpunkt über eine Hochrechnung ermittelt und gibt dir frühzeitig einen Anhaltspunkt darüber, ob die gesetzliche Rente im Alter ausreichen wird, um deinen Lebensstandard zu halten. 

Die 2. Säule: Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

Viele Arbeitgeber bieten in Ihrem Unternehmen eine betriebliche Altersvorsorge für Ihre Mitarbeiter an und unterstützen Ihre Arbeitnehmer dabei ein solides 2. Standbein für Ihre Vorsorge aufzubauen. Der Betrag wird monatlich automatisch ein Teil des Bruttogehaltes als sogenannte Entgeltumwandlung steuerfrei und sozialabgabenfrei in die gewählte Form der bAV eingezahlt. 

 Es gibt eine Reihe von betrieblichen Vorsorgemöglichkeiten wie z.B.

Die am häufigsten gewählte Art der betrieblichen Altersvorsorge ist die Direktversicherung.

Beim Eintritt in das Rentenalter wird zusätzlich zur gesetzlichen Rente noch eine Zusatzrente aus der betrieblichen Altersvorsorge monatlich bis zum Lebensende ausgezahlt. Durch die 2. Säule wird also die Rentenlücke schonmal entsprechend verkleinert. Der Staat fördert die bAV mit Steuervorteilen und Ersparnissen bei den Sozialabgaben. Die Bezüge aus der betrieblichen Altersvorsorge müssen zum Zeitpunkt der Auszahlung vom Empfänger versteuert werden und wird bis zum Lebensende ausgezahlt.

Die 3. Säule: private Altersvorsorge

Das dritte Standbein deiner Altersvorsorge ist die private Altersvorsorge, bei der die Anlage deines Kapitals zum Zweck der Vorsorge und zur Sicherung des Einkommensbedarfs im Rentenalter dient.

Man unterscheidet bei der privaten Altersvorsorge in staatlich geförderte und nicht geförderte Anlageformen. 

Vor einiger Zeit waren die meistgenutzten Anlageformen die Lebensversicherung bzw. private Rentenversicherung, die Riester-Rente sowie die Rürup-Rente.

Die Rieser-Rente ist eine der staatlich geförderten Varianten der privaten Altersvorsorge. Wer regelmäßig einen Teil seines Einkommens in die Riester-Rente einzahlt, erhält vom Staat sowohl Zulagen zu den Beiträgen, aber auch zusätzlich Steuervorteile. Als Riester-Sparer ist man im Alter durch lebenslange Rentenzahlungen aus der Riester-Rente zusätzlich zur gesetzlichen Rente deutlich besser finanziell abgesichert. Für Geringverdiener und Familien mit geringem Einkommen kann sich eine solche Riester-Rente lohnen, besonders wenn die Steuervorteile und die Zulage voll ausgeschöpft werden.

Die sogenannte Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) ist ebenfalls staatlich gefördert und wurde als Alternative zur Riester-Rente speziell für Selbständige mit hohem Einkommen entwickelt. Einzahlungen sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Auch als Rürup-Sparer erhältst du im Alter lebenslange Rentenzahlungen.

In den vergangenen Jahren sind weitere spannende private Vorsorgeformen wie z.B. Fondssparpläne mit ETFs hinzugekommen. Es gibt darüber hinaus noch viele andere Möglichkeiten wie z.B. Aktiensparpläne, Aktienfonds oder Immobilien. 

Mit deiner privaten Altersvorsorge als 3. Standbein hast du die Möglichkeit, die verbleibende Differenz deiner Rentenlücke, die nach Abzug deiner gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge noch bleibt, aufzufüllen.

Welche Anlageform du für deine private Altersvorsorge wählst, hängt letztlich von deiner individuellen Lebenssituation, von deinem Alter, deinem Anlagehorizont, aber auch von deiner Risikobereitschaft ab. Die private Altersvorsorge ist nicht verpflichtend und kann von dir flexibel nach deinen Wünschen und finanziellen Zielen gestaltet werden.

Geldanlage für langfristen Vermögensaufbau

Das magische Dreieck der Geldanlage

Bei der Geldanlage geht es um eine gute Balance zwischen Sicherheit, Liquidität bzw. Verfügbarkeit und Rendite.

Alle drei Kriterien für die perfekte Geldanlage unter einen Hut zu bekommen, ist allerdings gar nicht so einfach. In der Realität schließen sich Rendite und Sicherheit gegenseitig aus und auch die Dimensionen Sicherheit und Liquidität stehen immer in direkter Konkurrenz zueinander. Diese Formation nennt man auch “das magische Dreieck der Geldanlage”, mit jeder Dimension an einer der 3 Ecken.

Bei der Geldanlage bietet das magische Dreieck eine gute Orientierung für die Beurteilung der einzelnen Anlageklassen und ist eine große Hilfe bei der Entscheidung für eine geeignete Anlagestrategie.

Betrachtet man die einzelnen Anlageklassen wie Aktien, ETFs oder Fonds nach den Regeln des magischen Dreiecks bedeutet jede Entscheidung immer einen Kompromiss einzugehen. Es gibt Anleger, für die Sicherheit und die Verfügbarkeit des Vermögens im Vordergrund steht, was automatisch den Verzicht auf eine hohe Rendite und gute Erträge bedeutet. Steht bei einer Investition die Rendite im Fokus, steigt gleichzeitig auch das Risiko und führt wiederum dazu, dass man Abstriche bei der Sicherheit der Kapitalanlage machen muss.

Am Ende entscheidet deine Risikobereitschaft und dein persönliches Anlageprofil über die Gestaltung deiner Geldanlage. Solange du dich innerhalb des Dreiecks bewegst und von allen Faktoren die richtige Gewichtung wählst, kommst du zu deinem optimalen Anlagemix für einen soliden und nachhaltigen Vermögensaufbau. Mit den 3 Grundregeln Rendite steigern, Risiko minimieren und Verfügbarkeit kommst du sicher an dein Ziel.

Geldanlage

Die wichtigsten Grundsätze bei der Geldanlage

Zunächst räumen wir erstmal mit dem Vorurteil auf, dass Geldanlage kompliziert sein soll. Das ist es nicht!

Du brauchst kein Studium oder eine ordentliche Bankausbildung, sondern musst lediglich die wichtigsten Regeln beim Vermögensaufbau beachten. 

Wenn man von Geldanlage oder Investition spricht, geht es darum, sein Geld nicht wie einen Notgroschen anzusparen, sondern es geht vielmehr darum “sein Geld für sich arbeiten zu lassen”. Dafür ist kein großes Vermögen notwendig, sondern eine gute Anlagestrategie.

Eine sinnvolle Kapitalanlage für die Vermehrung deines Geldes bekommst du allerdings nicht auf deinem Sparkonto oder einem Sparbuch. Bei dieser traditionellen Anlageform besteht die Gefahr, dass dein Geld durch die hohe Inflation und durch niedrige Sparzinsen an Wert verliert. Mit einer durchdachten Anlagestrategie kannst du dein Erspartes vor diesem Wertverlust schützen.

Entscheidend über den Erfolg deiner Geldanlage für die private Altersvorsorge ist der Anlagehorizont. Sei dir bewusst, dass Wertpapieranlage nichts für “das schnelle Geld” ist und du damit auch nicht über Nacht reich werden kannst. Mit langfristigem Vermögensaufbau fährst du immer die erfolgreichste Strategie. 

Dein bester Freund für eine gute Rendite und positive Erträge bei einem langen Anlagehorizont ist der Zinseszinseffekt. Beim Zinseszinseffekt geht man davon aus, dass Erträge aus einer Kapitalanlage über einen längeren Zeitraum zusammen mit dem Startkapital wieder angelegt werden. Man bekommt also einfach gesagt Zinsen auf Zinserträge gezahlt. Dieser Effekt verstärkt sich von Jahr zu Jahr und lässt den Wert des Geldes exponentiell ansteigen.

Da jede Form der Geldanlage bestimmte Risiken mit sich bringt, solltest du außerdem nie alle Eier in einen Korb legen. Das bedeutet einfach gesagt, dass du dein Geld auf verschiedene Anlageformen aufteilen sollst, um deine Risiken zu streuen. 

Man spricht dabei auch von Diversifikation und das Prinzip ist einfach mit einem Beispiel zu erklären:

Jeder Experte und erfahrene Investor wird dir empfehlen, dein Vermögen auf unterschiedliche Anlagen und Anlageklassen zu verteilen, um die Risiken zu minimieren und um das Chance-Risiko-Profil deiner Geldanlage auszugleichen.

Ein ebenso wichtiger, aber oft vernachlässigter Aspekt bei der Auswahl eines Anlageproduktes ist die sorgfältige Überprüfung der Kosten. Geldanlage in ETFs, Fonds oder andere Wertpapieranlagen ist nicht völlig kostenfrei. 

Es fallen Depotführungsgebühren, aber auch Gebühren für den Wertpapierhandel und für Vermögensverwaltungskosten an. Ein Vergleich der Kosten zwischen verschiedenen Anbietern und Produkten lohnt sich immer, denn hohe Kosten haben unmittelbar eine negative Auswirkung auf deine Rendite.

Starte in kleinen Schritten und mit kleinen Beträgen, um dich nach und nach an die Spielregeln an den Aktienmärkten zu gewöhnen. Und vor allem investiere nur, was du dir mit deiner Budgetplanung für deine monatliche Anlagesumme errechnet hast. 

Dein persönliches Risikoprofil

Es ist ein schöner Gedanke, eine Anlageform ohne Risiko, mit hohen Zinsen und einer attraktiven Rendite zu finden. Den Wunsch kann dir allerdings weder ein Aktienfonds noch ein ETF oder Investmentfonds erfüllen, denn Geldanlage ist grundsätzlich immer mit Risiken verbunden.

Jeder Anleger und jede Anlegerin muss für sich selbst entscheiden, wie viel Risiko er oder sie zu tragen bereit ist und wie hoch die Schmerzgrenze bei Verlusten ist. Man unterscheidet zwischen den 3 Risikoprofilen “Anlegertyp offensiv”, “Anlegertyp ausgewogen” und “Anlegertyp defensiv”.

Anlegertyp

Um feststellen zu können in welche Kategorie du dich einordnen kannst schauen wir uns die wesentlichen Merkmale der 3 Kategorien genauer an. 

Defensiv

Ausgewogen

Offensiv

Sei bei der Frage deiner eigenen Risikoneigung ehrlich zu dir selbst. Wie solide ist dein Wissensstand zum Thema Geldanlage und was kannst du dir und deinem Finanzplan wirklich zumuten? 

Wenn du zu denjenigen gehörst, die bei fallenden Kursen nachts keine Minute Schlaf finden, dann gehörst du zu der Gruppe der defensiven Anleger. Dein Anlagemix sollte allerdings nicht nur aus einem Tagesgeldkonto oder anderen sicheren Anlagen bestehen, sondern darf zu einem kleinen Bestandteil auch Aktien enthalten. Du bist dann noch lange kein Spekulant, sondern ein Anleger mit einem guten Riecher für Risiko und Balance im Portfolio.

Du fühlst dich sicher im Sattel bei deiner Geldanlage, verfügst über solide Kenntnisse über Aktienmärkte und planst langfristig Vermögen mit einer soliden Wertsteigerung aufzubauen? Dann gehörst du zum Club der ausgewogenen Anleger. Ein gesunder Mix aus sicheren Anlagen und Aktien gibt deinem Portfolio einen Hauch Risiko, mit guten Chancen auf höhere Renditen.

Hohes Risiko für hohe und möglichst schnell erreichte attraktive Renditen sind die Ansprüche eines offensiven Anlegers. Er spekuliert gerne, setzt auf Aktien wachstumsstarker Unternehmen und holt sich auch gerne ein paar Kryptowährungen ins Depot.

Das Bewusstsein über die eigene Risikobereitschaft ist die Grundlage für das Ausloten einer passenden Anlagestrategie. Nimm dir ausreichend Zeit, reflektiere und entscheide zum Schluss, wie mutig du sein willst bei deiner Geldanlage.

Die wichtigsten Formen der Geldanlage

Sobald du deine Finanzplanung im Griff, einen Notgroschen angespart und deine Risikobereitschaft sowie deinen Anlagetyp bestimmt hast, kann es an die Auswahl geeigneter Anlageprodukte gehen. Deinen Geldbetrag, den du monatlich anlegen kannst, hast du bereits im Rahmen deiner Budgetierung ermittelt. 

Du wirst feststellen, dass das Angebot riesig ist und es schnell passieren kann, dass man sich mit allem möglichen Schnickschnack eindeckt. Bleiben wir also auf dem Teppich und schauen, welches die wichtigsten Anlageformen sind und welche du für deine Anlagestrategie wirklich brauchst.

Bei der Auswahl orientieren wir uns an dem magischen Dreieck der Geldanlage. Mit einer guten Mischung aus Sicherheit, Liquidität und Rendite bauen wir ein gut diversifiziertes Portfolio. 

Für Einsteiger genügt für den Anfang ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto für Liquidität und Sicherheit sowie ein Depot für aktienbasierte Altersvorsorge als Renditebaustein. Dafür eignet sich ein ETF oder ein Aktienfonds. 

Die einzelnen Anlageformen schauen wir uns gleich noch genauer an.

Geldanlage

Tagesgeld

Ein Tagesgeldkonto ist eines der sichersten Arten der Geldanlage. Man kann sagen es ist ein Upgrade zum klassischen Sparbuch und allein für den Zweck eines Guthabenkontos geeignet.

Es ist ein fest verzinstes Konto auf dem du dein Erspartes verwahren kannst. Der große Vorteil ist, dass du jederzeit Auszahlungen tätigen kannst und somit leicht und schnell an dein Geld kommst. Das Tagesgeldkonto eignet sich auch prima zum sicheren Aufbewahren deines Notgroschens. 

Die Zeit ist zudem gerade günstig ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, denn seitdem die EZB die Leitzinsen wieder nach und nach anhebt steigen auch die Zinsen für Tagesgeldkonten und werden somit wieder beliebter bei Anlegern, die auf der Suche nach sicheren Finanzprodukten mit attraktiven Zinskonditionen sind.

Festgeld

Das Festgeldkonto funktioniert ähnlich wie ein Tagesgeldkonto ist aber lange nicht so flexibel.

Auf einem Festgeldkonto wird eine feste Summe zu einem fixen Zinssatz und einer bestimmten Laufzeit angelegt und bleibt den gesamten Zeitraum über auch dort verwahrt. Vor Ende der Laufzeit, die in der Regel mehrere Monate bis Jahre läuft, kommst du nicht an dein Geld und hast keine Möglichkeit zur Auszahlung. Der Vorteil beim Festgeldkonto gegenüber einem Tagesgeldkonto ist eine höhere Verzinsung, da die Bank mit deinem Geld arbeiten kann und keine tägliche Verfügbarkeit garantieren muss.

Möchtest du also z.B. Ersparnisse für einen späteren Hauskauf oder ein andere größere Anschaffung anlegen, kannst über einen längeren Zeitraum auf die Verfügbarkeit des Geldes verzichten, dann ist das Festgeldkonto die richtige Anlageform.

Tagesgeld- und Festgeldzinsen zählen somit beide zu den sichersten Anlageformen auf dem Finanzmarkt.

Anleihen

Anleihen eignen sich in der Regel eher weniger für Einsteiger an der Börse. Dennoch sollte man die wichtigsten Merkmale dieser Anlageform kennen.

Anleihen unterscheiden sich zunächst in Unternehmensanleihen und Staatsanleihen. Anleihen werden auch oft mit den Begriffe “Rentenpapiere, Obligationen oder Schuldverschreibung” in Verbindung gebracht.

Das Prinzip einer Anleihe sagt schon voraus, dass es um das Leihen von Geld geht. Mit sogenannten festverzinslichen Wertpapieren haben Unternehmen oder staatliche Institutionen als Kreditnehmer die Möglichkeit sich von Anlegern Geld zu beschaffen. Der Anleger selbst als Kreditgeber bekommt dadurch jährlich einen festgelegten Betrag zusätzlich zu einer Rückzahlung des Nennbetrags an einem bestimmt Stichtag zum Ende der Laufzeit.

Das Risiko bei einer Anleihe, obwohl sie grundsätzlich als sichere Anlage gilt, ist immer das eines Kreditausfalls durch die Insolvenz des Kreditnehmers. Die Bonität spielt also eine große Rolle beim Verhältnis Risiko zu Rendite.

Immobilien

Der Erwerb einer Immobilie ist für Anleger und Eigentümer eine sichere, wertbeständige und risikoarme Investition. Der Mangel an Wohnungen in Großstädten ist groß und somit auch weiterhin die Nachfrage nach Wohnimmobilien.

Viele Immobilienbesitzer setzen dabei nicht nur auf Wertbeständigkeit und Einkommen durch Mieteinnahmen, sondern planen zudem auch die Immobilie im Alter selbst und mietfrei zu nutzen. Das Kapital wird mit einer Immobilieninvestition mittel-bis langfristig angelegt, verspricht eine Wertsteigerung mit attraktiver Rendite und ist zudem als sogenannter Sachwert inflationsgeschützt.

Die höhe der Rendite einer Immobilie hängt von vielerlei Faktoren wie z.B. den Netto-Mieteinnahmen, Finanzierungskosten und von den laufenden Kosten ab. Zu den laufenden Kosten zählen u.a. Gebühren für Makler und Notar, Grundbuchkosten und Grunderwerbssteuer.Die Herausforderung bei einem Immobilieninvestment ist der Erwerb der Immobilie zu einem guten Kaufpreis und zugleich zu guten Konditionen für die Finanzierung. 

Entscheidend am Ende ist letztlich auch der Verkaufspreis, der je nach Lage und Bausubstanz unterschiedlich hoch oder niedrig sein kann. Vor jedem Kauf einer Immobilie ist eine sorgfältige Vorauswahl und die persönliche Besichtigung vor Ort eine der wichtigsten Grundregeln.

Kaufst du z.B. eine Immobilie, die erheblichen Extraaufwand für Modernisierungen und Reparaturen verursacht, kann das deine Rendite oder deine monatlichen Mieteinnahmen erheblich schmälern.

Du siehst also, dass Geldanlage in Immobilien ein zeitaufwändiges und komplexes Thema ist. Planst du langfristig ein Haus oder eine Wohnung als Wertanlage zu kaufen, dann setze dich frühzeitig mit dem Thema auseinander.

Aktien

Eine Aktie ist ein Anteil eines Unternehmens, den du als Investor kaufen kannst und dadurch einen kleinen Bruchteil des Unternehmens besitzt. Als Aktionär kannst du somit sowohl von den Gewinnen eines Unternehmens profitieren, erwirbst aber auch gleichzeitig ein Mitspracherecht und das Recht an der jährlichen Hauptversammlung teilzunehmen.

Einige Unternehmen schütten zudem einen Teil Ihrer Gewinne durch jährliche Dividendenzahlungen aus. Je höher die Dividendenrendite ist, desto attraktiver ist auch die Aktie eines Unternehmens und bietet dem Anleger zusätzlich die Möglichkeit langfristig passives Einkommen zu erzielen.

Der Kurs einer Aktie wird bestimmt durch die Nachfrage und umso höher die Nachfrage am Markt ist, umso höher ist der Aktienkurs. Weitere Faktoren, die den Aktienkurs beeinflussen können, ist die wirtschaftliche Lage, die Unternehmensstrategie, aber auch die Innovationskraft und der Wettbewerb eines Unternehmens.

Da die Kurse von Aktien stark schwanken können, ist es wichtig langfristig anzulegen und die Risiken im Portfolio so breit wie möglich zu streuen.

Aktien werden wie andere Wertpapiere an der Börse gehandelt und können über verschiedene Börsenplätze zum jeweiligen Tagespreis gekauft werden. Da der Aktienmarkt ein internationaler Markt ist hast du auch Zugang zu Aktien ausländischer Unternehmen wie z.B. Unternehmen aus den USA, China aber auch aus anderen europäischen Ländern. Diese breite Auswahl an Aktien ermöglicht dir deine Assetklassen auch über verschieden Regionen und Länder aufzuteilen. Dadurch kannst du besser diversifizieren und bringst mehr Stabilität in dein Portfolio.

Um Aktien kaufen zu können, benötigst du ein Wertpapierdepot, das du bei deiner Hausbank, einer Direktbank oder verschiedenen Online-Brokern eröffnen kannst. Überprüfe vor der Depoteröffnung die Konditionen der einzelnen Anbieter und achte besonders auf die Kosten für die Depoteröffnung, Depotführungsgebühren und für den Handel von Wertpapieren.

Bevor du dich für den Kauf von Aktien entscheidest, informiere dich vorab umfassend über das Unternehmen, das Produkt und dessen wichtigste Kennzahlen wie z.B. die jährliche Dividendenrendite oder das erwartete Gewinnwachstum.

Investmentfonds

Investmentfonds sind eine immer beliebter werdende Anlageform und eignen sich besonders für Einsteiger, da das Risiko im Vergleich zum Kauf von Einzelaktion wesentlich geringer, wenn auch nicht risikofrei ist. Bereits mit kleinen Beträgen kann man sein Geld breit gestreut an den internationalen Finanzmärkten anlegen.

Bei einem Fonds handelt es sich im Wesentlichen um einen großen Topf mit gesammeltem Kapital. Das Geld wird von Anlegern eingezahlt, von professionellen Fondsmanagern verwaltet und durch diesen auch in verschiedene Anlageklassen wie z.B. Aktien, Anleihen oder Immobilien investiert. Es existieren somit auch verschiedene Fondsarten, die sich je nach Wertpapierklasse unterscheiden und danach gerichtet unterschiedlich bezeichnet werden. 

Die bekanntesten Fondsarten sind Aktienfonds, Indexfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds und Mischfonds.

Für Einsteiger und unerfahrene Anleger mit wenig Börsenkenntnissen ist ein Fonds immer eine gute Alternative zu Einzelaktien, da man den hohen Zeitaufwand für Aktienanalysen und Vergleiche verschiedener Unternehmen einem Fondsmanager überlässt. Dieses aktive Fondsmanagement ist allerdings mit hohen Kosten in Form von Managementgebühren und Aufgabeaufschlägen auf die Investitionssumme verbunden. Langfristig wirken sich diese Kosten negativ auf die Rendite aus.

Eine Alternative zu aktiv gemanagten Fonds sind passive Investmentfonds, auch Publikumsfonds genannt. Sie haben den großen Vorteil, dass sie durch das Wegfallen des Fondsmanagements wesentlich kostengünstiger sind.

Die populärste Form von passiven Fonds sind die sogenannten Exchange-Traded-Funds, kurz ETFs.

ETFs

Ein ETF ist ein passiv gemanagter Investmentfonds, der auch mit dem Synonym Indexfonds bezeichnet wird. 

Für Privatanleger ist ein ETF eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, langfristig gute Renditen am Aktienmarkt zu erzielen. Ein ETF bildet einen bestimmten Marktindex, wie z.B. den DAX oder den Dow Jones, automatisiert nahezu 1:1 nach. Ziel es ETF ist eine ähnlich positive Rendite zu erzielen wie der Index selbst. 

Als sogenannter börsengehandelter Indexfonds ist ein ETF somit für jeden Anleger transparent und bietet zudem durch die Verteilung des Kapitals auf viele Einzelaktien eine breite Risikostreuung im Portfolio. 

Langfristiger Vermögensaufbau mit ETFs ist kostengünstig und man kann bereits mit kleinen Beträgen in Form von ETF-Sparplänen oder Einmalzahlungen investieren.

Die Auswahl an ETFs ist inzwischen rasant gestiegen. Man hat die Möglichkeit in verschiedene Anlageklassen, Regionen und Branchen zu investieren und hat durch sogenannte Themen-ETFs leichten Zugang zu bestimmten Marktsektoren wie z.B. dem Gesundheitswesen, Technologie, Biotech und Künstliche Intelligenz. Auch das Angebot an nachhaltigen Indexfonds wird zunehmend größer.

Für die Nachbildung des Index werden alle Einzelwerte, die auch im Index enthalten sind, in einem ETF zusammengestellt, wodurch ein ETF aus mehreren hundert bis tausend verschiedener Unternehmen bestehen kann.

Der MSCI All World ETF

Ein bekannter Indexfonds, der ein großes Fondsvolumen mit vielen Einzelwerten aus dem globalen Aktienmarkt enthält, ist der MSCI-World ETF. Er vereint alle wichtigen Vorteile eines ETF wie Diversifikation, breite Risikostreuung, geringe Kosten und hohe Flexibilität.

Wenn du dein Portfolio mit nur einem ETF ausstatten möchtest, solltest du auf den MSCI All World setzen, denn dieser beinhaltet im Vergleich zum MSCI World neben den großen und mittelgroßen Unternehmen auch zusätzlich noch kleine, sogenannte Small-Cap Unternehmen.

Der MSCI ALL World-ETF ist der Allrounder unter der ETFs und er deckt mit mehr als 3.000 der größten Unternehmen aus Industrieländern und Schwellenländern wie z.B. China, Indien und Brasilien beinahe den gesamten globalen Aktienmarkt ab. 

Die Zusammensetzung verteilt sich auf unterschiedliche Länder, Branchen und Regionen und bietet bestmögliche Risikostreuung. Der größte Anteil an Aktien im ETF besteht aus US-amerikanischen Unternehmen mit ca. 58%. Mit einem Anteil von ca. 7% sind japanische Unternehmen enthalten und ca. 4,5% entfallen auf Unternehmen aus China.

Die 5 größten Unternehmen sind im ETF sind Apple, Microsoft, Amazon, Facebook und Alphabet.

Für den Einstieg an der Börse gelten ETFs als eine risikoarme Geldanlage, die besonders durch Ihre Kosteneffizienz, Transparenz und hohe Flexibilität empfohlen wird. Die Möglichkeit in ETFs durch kleinen monatliche Beträge mittels Sparplan zu investieren, macht es auch für Privatanleger einfach, ihr Kapital langfristig an den globalen Aktienmärkten anzulegen.

Positives Money Mindset als Schlüssel zum Erfolg

Ein guter Finanzplaner kommt nicht an sein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit ohne das richtige Money Mindset!

Money Mindset

Mit einer positiven Einstellung zu Geld und Finanzen wird es dir leichter fallen, deine private Altersvorsorge in die Hand zu nehmen. 

Negative Glaubenssätze wie “ich kann nicht mit Geld umgehen”, “ich kann es mir nicht leisten” oder “Sparen bedeutet Verzicht” blockieren deine Gedanken und wirken sich negativ auf deine Zufriedenheit und dein finanzielles Selbstbewusstsein aus.

Trainiere dein Money Mindset und ändere dein Geldbewusstsein, indem du deine Blockaden mithilfe von positiven Glaubenssätzen wie z.B. “Geregelte Finanzen verhelfen mir zu finanzieller Unabhängigkeit” löst. Dadurch kannst du entspannter deine Finanzen kontrollieren, Geld sparen und die richtigen finanziellen Entscheidungen treffen.

Schiebe deinen Vermögensaufbau nicht mehr auf die lange Bank und löse deine Geldblocken mit diesen 5 unschlagbaren “Gold-Rules” als Schlüssel zum Erfolg.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Finanzplanung und ebenso dabei mehr Finanzpower in dein Leben zu bringen!

Disclaimer: Aktien, Fonds und ETFs unterliegen Kursschwankungen; damit sind Kursverluste möglich. Bei Wertpapieren, die nicht in Euro notieren, sind zudem Währungsverluste möglich. Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Die Auswahl der Wertpapiere und sonstigen Finanzinstrumente dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Kaufempfehlung dar.

Schreibe ein Kommentar:

Scroll to Top